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#SarahNoBDSM – Persönliche Begutachtung

Bezug: https://twitter.com/MrsSarahBlume/status/1352981990539198470


  • Ich bin keine Masochistin. Niemand, außer meiner Herrschaft, darf mich schlagen oder mir anderweitig Schmerz zuführen. Über Ausnahmen entscheidet alleine die Herrschaft.
  • Ich bin nicht auf SM aus, auch wenn ich weiß, dass ich gezüchtigt werden kann, wenn ich nicht folgsam bin (Ohrfeigen, Floggern).
  • Ich bin transident (trans* Frau) und noch vor Geschlechtsanpassung. Mein Penis ist absolute Tabuzone. Er existiert nicht. Das gilt auch für die Herrschaft.

Könnte ich eigentlich einfach so stehen lassen. Meine Worte sind klar und deutlich und sie lassen am Ende doch sehr viel Raum. Aber ich glaube, dass die eine oder der andere schon ein wenig genauer wissen will, wie das wieso weshalb warum gemeint ist.

Meine Grenzen sind meine Grenzen. Sie sind Teil meiner Entwicklung zum heutigen Tag. Ich möchte nicht ausschließen, dass sich diese verändern werden. Nur habe ich im SM-Bereich so gar keine Phantasie als passives Wesen. Ich möchte keinen Schmerz erfahren, denn Schmerz macht mich nicht geil. Ich bin submissiv veranlagt, aber eben keine Masochistin. Und ich möchte auch nicht meinen Masochismus erfahren oder ergründen. Er fehlt mir überhaupt nicht in meinem Leben.

So habe ich eine Herrin, der ich vertraue, dass sie mich nicht kaputt macht. Sie ist nicht wirklich dominant, aber eben sadistisch geprägt. Und eigentlich gehen Sadistin und Submissive auch gar nicht zusammen. Aber in meinem Selbstverständnis als „O“, die vollumfänglich dient, „bedient“ meine Herrin meine notgeile Schlampe sexuell und dafür gehe ich ihr und nur ihr einen Schritt entgegen und gebe mich masochistisch hin, auch wenn ich Schmerzen nicht sexualisieren kann. Irgendwie scheint es zu funktionieren und ich hinterfrage das nicht.

Sie lässt mich fremdficken, auch wenn das in ihrer eigenen Vorstellung wenig Platz hat. Aber sie kann genießen, wie viel Freude es mir macht, wenn ich fremden Menschen sexuell zur Verfügung gestellt werde. Und dafür lasse ich mich an ein Kreuz binden und ihren Flogger über meinen Körper tanzen. Weil ich mitbekomme, wie erregend dies für sie ist. Und ich weiß auch, wie stolz es sie macht, wenn ich von anderen geschlagen werde. Und so ertrage ich den Schmerz, der nur sie glücklich macht. Und ich finde, dass passt ganz gut zu einer „O“ und Sub.

Wohlgemerkt: Wenn mir jemand beim Analsex den Hintern versohlt, dann ist das für mich kein Beweis für Masochismus.


Ich bin keine Kuschelsub.

Dieses vielgerühmte AfterCare ist für mich nicht nötig. Ich werde von ganz alleine wieder zum Menschen. So schüttele ich mich zwei/dreimal und dann bin ich wieder da. Das ist für mich nicht besser erklärbar, ich bin halt anders und ich fühle mich unwohl, wenn ich unmittelbar nach dem Sex noch angefasst werde. Natürlich kann ich verstehen, dass Umarmungen ein Zeichen für „Ich bin da!“ sein sollen. Nur —  ich habe halt Augen im Kopf, die ich dafür benutze.

In die gleiche Schwarte kracht auch, dass im Bett entweder gevögelt wird oder geschlafen. Dieser „Sonntag im Bett“ ist für mich emotional nicht erstrebenswert. Und auch hier gilt, dass jeder in seiner Betthälfte bleibt. Ich mag gerne alleine schlafen und brauche kein Händchenhalten dazu. Weil dann kann ich nicht einschlafen.

Das mag jetzt weniger mit BDSM zu tun haben, aber es komplettiert meinen Eindruck.


Ageplay

Definitiv: Jain 🙂

Ich bin gerne erst „16“ und lasse mir was „beibringen“, damit ich lerne, was „Männer von Frauen wirklich wollen“. Das darf dann auch gerne ein wenig mehr misogyn sein, als in der realen Welt erlaubt ist. Nämlich, weil ich das dann so mag und hier ein Ventil liefern kann, falls notwendig. Aber auch in Rollenspielen halte ich mich an gesetzliche Grenzen, wonach die sexuelle Selbstbestimmung mit 16 beginnt. Aber um zum Nein-Anteil zu kommen – ich bin kein „Little“ und bin auch kein „Braves Mädchen“. Auch wenn ich weiß, dass beide Begriffe in einem Rollenspiel nichts Verwerfliches an sich haben (Stichpunkt: DDlg vs. Pädophilie) und ich jedem „sein Ding“ gönnen kann, werde ich niemals gespielt jünger sein als 16. Das passt für mich nicht in meinen Kopf.


Ich bin nun 51 und habe auch im Vorleben als Mann meine Erfahrungen gemacht. Und ich bin sicherlich noch nicht am Ende meines Weges im BDSM angekommen. Aber ich weiß vor allem, was ich nicht in meinem BDSM haben will.

Ein Kommentar

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