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Sommer #ProjektDings

Wenn die Temperaturen steigen, also meine Jahreszeit ist das nicht wirklich. Ab 25 Grad Celsius wird es für mich ungemütlich. Das halte ich so gerade noch im Sitzen aus oder zumindest dann, wenn ich mich kaum bis nicht bewege. Auf der anderen Seite mag ich das Gefühl, dass ich ungeniert Haut zeigen kann und je nach Umgebung durchaus den einen Knopf mehr an der Bluse aufmachen kann.

Ich mag die Blicke auf meiner Haut. Sie sind für mich unausgesprochene Komplimente. Sie geben mir Halt, weil mein Passing funktioniert und ich tatsächlich weiblich betrachtet werde. Natürlich bin ich keine zwanzig mehr und ich mag auch nicht mit jungen Frauen konkurrieren. Aber finde es schön, wenn mein Anblick vielleicht die eine oder andere Phantasie auslöst. Und wenn ich mit meiner Erscheinung gute und positive Gedanken erzeugen kann, dann mag ich das.

Ein klein wenig Unsicherheit mag ich jedoch nicht verbergen, wenn der Kontakt zu nah kommt. Nicht weil ich nicht gerne flirte, sondern weil da so ein Dingens zwischen meinen Beinen ist, den ich nicht zeigen will. Auch wenn er für mich nicht als Sexualorgan vorhanden ist, ist er physisch halt noch an mir dran. Er stört beim Flirten, weil ich dem einen oder anderen Mann durchaus erlauben würde den gewissen Abstand auf ein wenig unanständige Weise hinter sich zu lassen. Somit bin ich in diesem Teil meiner Bisexualität auf Pause gestellt, respektive, ich gehe der Sexarbeit nach, damit ich für mich mich gute Heterosexualität genießen kann.

Was würde ich dafür geben, wenn ich Wickelkleider tragen könnte und darunter so gut wie nichts. Aber das kommt ja noch schon. Ich habe mich solange verschwiegen, da kommt es auf ein paar ungeduldige Jahre nicht mehr an.

Der Sommer hat für mich so seine Tücken. Es ist halt entweder zu warm oder zu frisch 😉

Auf der einen Seite kann ich meine Weiblichkeit für mich angenehmer zum Ausdruck bringen, in dem ich weniger und/oder luftigere Kleidung tragen darf, auf der anderen Seite gibt es da ein paar persönliche Ansehlichkeitsprobleme (aka Passing), die ich erst noch hinter mir lassen muss. Und das ist sicherlich nicht nur ein Problem von trans Frauen.

Wir werden beobachtet: Eine Falte zuviel hier, vielleicht ein Haar, welches falsch fällt. Und das ist nur das Spiegelbild.

Je mehr ich mich jedoch mit mir selbst beschäftige, desto mehr selbstbewusst gehe ich mit mir um. Und ich schaffe es immer wieder meinem Spiegelbild zuzurufen, dass es sich verpissen soll, denn es gibt keine perfekten Frauen. Irgendwas ist halt immer und ich muss auch nicht wirken, wie eine 20jährige. Wobei ich glaube, dass jener Geburtsjahrgang noch viel mehr mit sich kämpft als ich mit mir.

Ich bin einfach phantastisch <3

Der Sommer ist für mich verzichtbar. Temperaturen jenseits der 25 Grad waren mir immer schon zu hoch. Ich mag einfach auch nicht schwitzen alleine durch Sonneneinstrahlung. Meine ganze noble Blässe ist dann dahin und ich muss mir neue Schminkszenarien ausdenken. Ich gehöre in eine dunkle, kühle Höhle. Und auch im Urlaub reizen mich superwarme Länder nicht. Das südlichste Reiseziel waren mal die kanarischen Inseln, nördlich war es Dänemark, westlich Los Angeles und östlich, vong Arbeit her, mal Bulgarien.

Kommendes Wochenende bekomme ich meine echten Haare. Echthaarextensions, rot und sehr lang. Und dann werde ich es lieben, wenn bei sanftem Wind diese Haare meinen nackten Körper streicheln. Das werden schöne Selfies werden.

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