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Enthaarung #SJBtransition

Haare. Die Haare müssen weg.

Natürlich kann man hier geteilter Meinung sein. Schließlich haben die Haare irgendwann einmal einen Zweck erfüllt. Aber seitdem der Mensch Bekleidung für sich entdeckt hat, haben Haare einfach keinen Sinn mehr. Jedenfalls für mich.

Im Rahmen der Transition ist mit Enthaarung aber etwas völlig anderes gemeint. Aber geht es bei trans Frauen um die Haare im Gesicht. Also die Restbestände. Von männlich, konnotierter Vergangenheit. Aber nicht nur trans Frauen haben damit Probleme. Auch cis Frauen, wenn sie mehr Testosteron in sich haben als ihnen lieb ist. Eigentlich jeder Mensch kann Probleme damit haben. Unabhängig vom Geschlecht. Und das führt zu Bartwuchs. Den eins nicht will.

 Haarentfernung ist eine Leistung von Dermatolog*innen. Auch die Krankenkasse zahlt dafür. Das Problem ist nur Dermatolog*innen zu finden, welche auf Kasse dauerhafte Haarentfernung im Gesicht anbieten. Denn die Leistung der Krankenkasse deckt die Kosten für eine dauerhafte Haarentfernung überhaupt nicht. Und wir reden hier nicht von punktuell gesetzten Barthaaren, die im Vorbeigehen per Laser oder Nadeln weggemacht werden können.

Einige Menschen haben einen heftigen Bartwuchs und in meinem Fall trans Frauen ganz besonders. Es sind mehrere Besuche notwendig, die ziemlich schmerzhaft sind. Wo ich den restlichen Körper einfach mit Waxing oder Sugaring zum Beispiel erledigen kann, ist das in der Kinn und Backenregion. Überhaupt nicht möglich.

Das Sozialgesetzbuch hat da etwas vorgesehen. Wenn sich also keine Dermatolog*innen in meiner näheren Umgebung finden lassen, dann kann ich auf die Dienste eines „Beauty Salons“ zurückgreifen, der mit den entsprechenden Techniken die dauerhafte Haarentfernung anbietet. Die ausführenden Menschen müssen nur die gleiche oder eine gleichwertige Ausbildung wie Dermatolog*innen haben.

Zum jetzigen Zeitpunkt gehe ich davon aus, dass ich in eine „Beauty Salon“ gehen muss. Die Krankenkasse nach erstmaligem Ablehnen des Antrags auf Kostenübernahme über das Sozialgericht gezwungen wird, dem Antrag stattzugeben und ich trotzdem zusätzlich zur Kassenleistung noch Geld oben drauflegen muss. Aber solange ich mir das vor Augen halte, weiß ich wenigstens, woran ich im schlimmsten Fall bin. Und im Idealfall zahlt die Kasse auf Antrag einfach alles.

Wir werden sehen.

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