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20.11. Transgender Day of Remembrance #TDoR

Last updated on 4. November 2020

Natürlich habe ich die https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2019/pks2019_node.html gelesen und ziehe meine Schlüsse daraus. Und auch wenn es nach wie vor psychische und physische Gewalt gegen trans* Menschen gibt, so bildet die Polizeiliche Kriminalstatistik nicht die Realität ab. Sie ist eine Annäherung an die Realität. Wie viele Straftaten gegen trans* Menschen kommen gar nicht erst zur Anzeige? Oder resultieren am Ende in einem Urteil? Weil die Opfer einer jeden Gewalttat sich aus Angst nicht trauen Anzeige zu erstatten? Weil „Meine Partnerin/mein Partner meint das nicht so! Sie/Er wird sich ändern“?

Die Gründe der Gewalt gegen Menschen sind niedere Gründe. Sie sind allesamt gegen wen sie auch gerichtet sind absolut verachtungs- und verabscheuungswürdig. Alleine der Gedanke „Die Transe sollte man einen Kopf kürzer machen!“ lässt mich erschaudern. Wie amrseelig muss man sein, um seine Weisheit auf diese brutale Denkweise über andere zu erheben?

Grundsätzlich mag ich es überhaupt nicht, wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Sexualität, Schuhgröße oder anderen niederen Dingen belästigt, beleidigt oder gar ermordet werden. Und eigentlich ist dieser Tag eine Auflistung wert. Namen von trans* Menschen sollen gelistet werden als Zeichen, dass Transphopie in unserer Gesellschaft immer noch einen ungebührlichen Platz hat.

Doch heute mag ich mich bedanken. Bei der Mehrheit. Wenn es auch nur die stille Mehrheit ist. Menschen, die uns trans* Menschen als Arbeitnehmer beschäftigen. Menschen, die uns als trans* Menschen ihre Freundschaft schenken, die uns lieben und mit denen wir vielleicht sogar unter dem Zeichen der #EheFuerAlle verheiratet sind. Menschen, die uns trans* Menschen vorbehaltlos annehmen. Menschen, die uns trans* Menschen einfach nur als Menschen ansehen. Menschen, die uns trans* Menschen keine merkwürdigen Fragen stellen.

DANKE <3


Initiiert wurde der Gedenktag von Gwendolyn Ann Smith, einer Transfrau, die als Grafikdesignerin, Kolumnistin und Aktivistin in San Francisco arbeitet. Anlass war der Mord an Rita Hester in Allston (Massachusetts) im November 1998. Hester, afro-amerikanische Transfrau, war in ihrer Wohnung erstochen worden. Über den Mord gab es nahezu keinerlei Berichterstattung und der Fall gilt bis heute als ungeklärt. Smith gründete daraufhin das Internet-Projekt „Remembering Our Dead“, aus dem später zu Ehren von Rita Hester der internationale Transgender Day of Remembrance hervorging.

Seitdem wird jedes Jahr am 20. November des Todes von Rita Hester und anderer Opfer transphober Gewalt gedacht. Inzwischen ist daraus eine Bewegung mit weltweiten Aktionen geworden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Transgender_Day_of_Remembrance

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