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#SarahYesBDSM – Eine persönliche Diagnose

Bezug: #SarahNoBDSM – Persönliche Begutachtung

Also wo es ein „Nein“ gibt, muss es auch ein „Ja“ oder mindestens ein „Vielleicht“ geben.


Ich habe gerne Sex. Ich habe gerne submissiven Sex. Ich bin bereit, dass sich jemensch meine Sexualität zu Nutze macht. Dies macht mich nicht willenlos. Und dies macht mich auch nicht ohne Stimme. Ich gebe den Rahmen vor, in welchem sich ein dominanter Mensch frei bewegen darf. Das nennt mensch „Konsens“. Und wer meine Grenzen erweitern will, der muss wissen, dass meine Grenzen schon ziemlich weit gefasst sind. Aber der dominante Mensch, der mich in meinem Sinne „erweitert“, hat mein Vertrauen gewonnen und darf gerne auch mal das bisschen mehr misogyn mit mir umgehen. Aber dieses Vertrauen wird Dominanz sich wohl erarbeiten müssen.


Ich bin eine Schlampe. Auch privat. Wenn mir jemand nur deutlich genug signalisiert, dass sie/er mich ins Bett bekommen will, dann hat die/der es fast schon geschafft und darf mich als weitere Kerbe in seinem Bettkasten vermerken. Dabei kann ich gar nicht mal so genau sagen, was jemensch genau machen soll, um mich zu Bett bringen zu können. Was ein Dilemma ist. Aber nicht für mich. Nur für mein gegenüber. Wahrscheinlich geht es darum, mir nicht mit Plattitüden, um die Ecke zu kommen. Oder irgendwas mit dominanter Romantik. Völlig egal, wie es ihr/ihm gelingt. Ich bin die Frau, die beim ersten Date schluckt.


Ich kann nur einem Menschen treu sein. Aber nicht, was Bettgeschichten angeht. Sex geht für mich einfach mit Lust daher und hat somit keine emotionale tiefere Bedeutung. Ich kann mich paaren, ohne mich zu paaren. In beiderseitigem Einvernehmen. Auch als heimliche Geliebte, Tagesabschnittsfreundin. Und um das zu kanalisieren gehe ich auch der Sexarbeit nach. Du siehst, ich kann einfach alles machen, was ich will. Und deswegen mache ich auch gerne, was jemensch mir sagt. Denn gemeinsam meine Schlampenhaftigkeit genießen zu können ist für mich etwas Besonderes.


Mein BDSM ist D/s. Ich will submissiven Sex haben. Ich will nicht wissen mit wem. Am liebsten schickst Du mich einfach irgendwo hin und sagst mir nicht, was dort passiert. Denn ich frage nicht. Ich will es nicht wissen. Ich will es nur mit Dir und durch Dich erleben dürfen. Du musst mich beschützen, damit ich wirklich frei von Verantwortung eine Schlampe sein kann. Deswegen darfst Du Dich nicht aktiv an einem Gangbang beteiligen in dessen Mittelpunkt ich stehe. Du darfst meinen Körper jedem zur Verfügung stellen, die/der ihre/seine sexuelle Energie an mir abladen will. Ich will, dass Du stolz darauf bist, dass ich das für Dich mache. Und im realistischen Umgang gilt wirklich „Jeder orten und Jeder zeiten“.


Ich mag den Geruch im Pornokino. Und es darf dort auch ein wenig schmutzig sein. Fotografiere Deine Schlampe dabei oder filme sie. Bitte mich nicht um Erlaubnis, mache es einfach. Die Vorstellung, dass Du dazu masturbierst oder Dir diese Pornos anschaust, während ich Dir einen blase, macht mich mehr an, als ich Dir sagen kann. Vielleicht ein Parkplatz? Eine Tiefgarage? Lasse mich nackt (abhängig von Außentemperaturen!) durch einen Wald spazieren. Sag‘ mir, dass ich mich zu zeigen habe. Zeige den anderen, dass Dir diese Schlampe gehört und biete mich zur sexuellen Verfügung an. Sprich laut und deutlich über mich, aber nicht mit mir, wenn Freunde uns besuchen und ich danebenstehe.


Spucke mich an. Piss mich an. Spritz mich voll. Und verbiete mir, dass ich es abwischen darf. Und erlaube dies auch anderen. Ganz wie Du willst und entscheidest. Du wirst mich niemals betteln hören, dass Du mich „erlöst“. Und auch Du sollst Dich nur dann mit mir befriedigen, wenn Du das möchtest. Ich werde Dich niemals darum anbetteln, dass Du mich endlich fickst. Sprüche, dass ich mir das verdienen muss, sind völlig neben der Spur. Denn entweder Du fickst mich oder Du lässt es, ganz einfach.


Du musst am Ball bleiben. Du musst mich beschäftigen. Es muss einen Anfang und ein Ende einer „Szene“ geben. Mach‘ für mich ein Ritual daraus. Eines für uns. Falls ich merke, dass Deine Dominanz in einer Szene nachlässt, dann wird mir langweilig. Also spare Dich lieber auf. Mich gibt es nicht 24/7. Das ist auch für Dich unrealistisch. Wenn ich merke, dass Du mit meiner Gesundheit spielst, dann wirst Du merken, wie schnell das Spiel vorbei sein wird. Und zwar endgültig.


Ich weiß, dass ich für Ungehorsam bestraft werde. Und ich weiß auch, dass Du mir dann sehr weh tun wirst. Und ich weiß auch, dass Du mich immer dann bestrafst, wenn es notwendig ist, auch in einer Szene. Und ich weiß auch, dass ich Spuren Deines Zornes auf mir tragen werde. Du wirst Deine Hände benutzen, mir den Arsch versohlen oder Flogger zur Hand nehmen. Du wirst mich an ein Kreuz stellen und die Bestrafung an jemand anderen delegieren, wenn Du es so entscheidest. Aber Du wirst keinen wirklichen SM mit mir machen und mir nicht als Strafe ins Gesicht schlagen. Ich bin keine Masochistin und Du wirst dies respektieren. Aber Du weißt auch, dass je mehr ich Dir vertraue, desto mehr darfst Du Dich an und mit mir vergehen.


Alles das kannst Du haben, wenn Du mit meiner Herrin eine Übereinkunft bekommst. Wenn Du den Konsens mit meiner Herrin nicht suchen willst, dann wirst Du mich per Sexarbeit buchen müssen. DU hast also die Wahl.

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